Entwurf
für eine 3-Feld-Sporthalle in Rastatt
Raumbildung:
Die Halle sollte am Rand eines durchgehenden Grünzugs, der eine
wichtige Funktion als Frischluftschneise hat, die bestehenden
Gebäude des Tulla-Gymnasiums ergänzen.
Der Entwurf nimmt die rechtwinklige Ausrichtung der bestehenden
Schulgebäude auf und bildet mit diesen ein neues Ensemble.
Zusammen mit Schule und Aula wird durch die hohe Südfassade ein
gemeinsamer Vorplatz definiert.
Zum Grünzug hin schwingt die Bogenkonstruktion nach unten, die
Dachfläche endet schon vorher: Sanftes Eintauchen in den
Grünzug, enge Verzahnung.
Konstruktion:
2-Gelenk-Bögen aus Brettschichtholz überspannen die gesamte
Fläche und tragen das Hallendach.
- Äußerst effektive Konstruktion
- Kostengünstig
- Ideale Spannweite (ca. 45 m) für Holzbögen
- Bauphysikalisch problemlos auch bei Fassadendurchdringungen
- Höhere Feuerbeständigkeit als Stahl
- Nachwachsender Rohstoff
Energiekonzept:
Die gesamte Südfassade ist als Luftkollektor ausgebildet. Die
Kastenfensterkonstruktion vereinigt folgende Funktionen:
- Wärmeschutz: 2 Schichten mit Isolierglas
verringern Wärmedurchgang nach außen
- Sonnenschutz: Im Zwischenraum angeordnete Jalousien
sind sturmgeschützt angebracht. Die entstehende Warmluft kann im
Sommer nach außen abgeführt werden
- Energiegewinn: An der matt-schwarzen
Oberfläche der Jalousien entsteht bei Sonneneinstrahlung Warmluft.
Die enthaltene Wärmeenergie kann wegen des erheblichen ∆t gut
genutzt werden.
Die im Kollektor erzeugte Warmluft wird einer Wärmepumpe
zugeführt, wo ihr - wie auch der Hallen-Abluft - die enthaltene
Wärmeenergie entzogen wird. Es kann Warmwasser für die
Duschen oder die Raumheizung sowie Warmluft für die Beheizung der
Halle erzeugt werden.
Überschüssige Energie wird in einem Massenspeicher (optimal:
Speichermedium mit Wechsel des Aggregatzustands im anfallenden
Temperaturbereich) "zwischengelagert" und kann bei Bedarf wieder in den
Kreislauf eingespeist werden.



Regenwasser
Niederschlagswasser wird in einem Erdtank gespeichert und als
Brauchwasser oder zur Bewässerung der Freisportanlage und des
Gründachs genutzt.
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