Zukunftsperspektiven
für das Bach-Gymnasium in Mannheim
Seit seiner Gründung im Jahr
1956 verzeichnet das Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium ständig
steigende Schülerzahlen.
Für die notwendigen räumlichen Erweiterungen wurde ohne Blick
auf eine zukünftige Gesamtentwicklung die jeweils
nächstliegende Lösung des akuten Raumproblems gesucht:
Anbauten, Erweiterungen und Umnutzungen stehen ohne baulichen und
inhaltlichen Bezug nebeneinander.
Im
vorliegenden Gutachten für die Evangelische Landeskirche in Baden
aus dem Jahre 2002 wurde eine bauliche Perspektive
entwickelt, die der inhaltlichen Weiterentwicklung des Bach-Gymnasiums
gerecht wird.
Das Gesamtkonzept sieht dementsprechend 4 Realisierungsphasen vor, die
weit in die Zukunft reichen - es ist nicht nur auf einige Jahre
angelegt, sondern auf Dekaden.
1. Phase:
Umbau Kirche und Hauptgebäude
Die Umgestaltung der Kirche unter Berücksichtigung der
liturgischen Belange und der profanen Nutzungsvarianten verbessert auch
ihre Nutzung als Aula im Sinne eines Versammlungsraumes. Eine Aula als
zentraler Begegungsort ist damit noch nicht geschaffen.
Im Zusammenwirken mit dem Kirchenumbau kann die Neugestaltung des
Altbaus, insbesondere hinsichtlich des Zugangs und der inneren
Erschließung, die größten anstehenden Probleme
lösen.
Diese Bereiche bieten über ihre primäre
Erschließungsfunktion hinaus auch einen geeigneten Rahmen
für Kunstausstellungen, kleine Empfänge oder
Schülerfeten. Ergänzend dazu wirkt das
Schülercafé im Erdgeschoss.
2. Phase/3. Phase:
Neubau Turnhalle
Unter der Voraussetzung, dass für die bestehende Turnhalle keine
Ersatzräume zu finden sind, bietet sich als einzig realistischer
Standort das Grundstück des Ott-Heinrich-Stiftes (das ist der
Grundstücksbereich jenseits der Schulstraße) für die
Errichtung einer Doppelhalle gemäß DIN 18032 an.
Zum einen sind die Nutzungen des OHS geeignet zur zeitweisen
Unterbringung in anderen nahegelegenen Räumlichkeiten. Zum anderen
verringert sich die Zahl der über die Schulstraße
"pendelnden" Schüler.
Neubau Schulgebäude
Nach Erstellung einer neuen Turnhalle steht die vorhandene komplett zur
Disposition.
Anstelle der Turnhalle und des Martin-Bucer-Hauses kann ein neues
Schulgebäude errichtet werden, das die Funktionen des
Ott-Heinrich-Stiftes und des Martin-Bucer-Hauses übernimmt und
ergänzt.
In den Obergeschossen sind Klassen- und Fachräume untergebracht.
Im Erdgeschoss befinden sich die Bibliothek, die Pausenhalle und der
Speisesaal. Dieser Erdgeschossbereich fasst etwa die gleiche
Besucherzahl wie die Kirche und ist deshalb für die meisten Arten
von Schulveranstaltungen als Aula geeignet.
4. Phase:
Ersetzen des Hauptbaus
Diese Planungsphase stellt eine "Zukunftsvision" dar, deren
Realisierung im wesentlichen davon abhängt, welche Investitionen
der Hauptbau und seine Anbauten in der 1. Umbauphase erfahren.
Realisierung also etwa in 30 Jahren.
Wesentlich zum heutigen Zeitpunkt ist vor allem das Wissen um das
vorhandene Potential. Denn nur die fundierte Kenntnis möglicher
Veränderungen schafft eine fundierte Basis für aktuelle
Entscheidungen.
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