T 3, 15-16 Wohnen im Quadrat
Der Planungsworkshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe "StadtBauKultur
Mannheim 2007" wurde bereits 2004 von der Stadt Mannheim organisiert.
Für acht unterschiedliche Baulücken in der Innenstadt wurden
durch acht interdisziplinäre Gruppen Lösungsansätze
ausgearbeitet.
In der Arbeitsgruppe T3 arbeiteten
Winfried van Aaken - Architekt BDA,
Barbara Pawletta - Bürger- und Gewerbeverein,
Ulrike Rudek - BBR Bündnis 90/Die Grünen,
Karin M. Storch - Architektin BDA,
Friederike Striffler - Landschaftsarchitektin
Historische Grundlagen
T3 ist ein altes Gewerbe- und Handwerkergebiet.
Straßenbezeichnungen wie Ankerstraße und
Bahnhofstraße lassen das erkennen. Das Quadrat wurde an der
Straße und im Blockinneren für Wohnen und Gewerbe gemischt
bebaut.
Situation
Das Grundstück ist weitgehend versiegelt. Im hinteren Hofbereich
ist auf einer Garage eine Wohnung mit Terrasse aufgesetzt. Der Blick
von der Straße ist von hohen Zäunen, Schuppen und
Reklametafeln verstellt. Im Süden ragt an der Straße die
siebengeschossige Brandwand des benachbarten Betreuten Wohnens auf.
Das Quadrat liegt außerhalb des City-Kerngebietes und hat eine
abweisende Blockrandbebauung. Die Verweilqualität auf den engen
Straßen ist bis auf die Seite zur Sickingerschule gering. Die
Hinterhöfe sind mit Parkplätzen, Garagen, Schuppen belegt und
unwirtlich.
Ziele
Nach dem Wegzug des Gewerbes bietet sich in der dritten Reihe nahc der
Kurpfalzachse, der Breiten Straße, eine Wohnnutzung an: Kurze
Wege zu Kultur- und Versorgungseinrichtungen. Das Bauen im Bestand
ermöglicht eine individuelle Antwort auf Wohn- und
Lebensbedürfnisse. Hierzu müssen Häuser und Höfe
miteinander in Beziehung treten. Die Unwirtlichkeit kann mit baulichen
Maßnahmen und vor allen Dingen mit Begrünung verbessert
werden.
Die Überplanung der Baulücke soll als Initialzündung zur
Verbesserung von ganz T3 z.B. durch eine Grünvernetzung der
Hinterhöfe dienen.
Umsetzung
Der Blockrand wird offen gehalten und die Grünbepflanzung aus dem
Block bis an die Straße geführt.
Ein schmaler dreigeschossiger Baukörper, rechtwinklig zur
Straße, gliedert den Freiraum. Ein darübergeschobener
Baukörper parallel zur Straße schließt an die
Bebauung im Norden und Süden an. Außenbereich und
Brandwände erhalten „waagrechte“ und „senkrechte“ Gärten.
Nutzung
Der Baukörper im Blockinneren könnte mit mehrgeschossigem
Wohnen belegt werden. An der Straße sind in den OGs
Etagenwohnungen vorgesehen. Die Wohnungen öffnen sich zu den
Gärten, Balkonen und aufgeständerten Freiterrassen.
Erdgeschossig ist mit Zugang von der Straße eine Anlaufstelle
für das Quartier vorgesehen. Das Parken ist über
Autoaufzug im Kellergeschoss sichergestellt.
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