Aufstockungen in Holzbauweise
Nach
dem 2. Weltkrieg wurde in Waldhof-Ost eine Reihenhaussiedlung
errichtet, die bis in unsere Tage noch zwei Wohnungen pro Einheit
anbietet: Mit 45 qm im Erdgeschoss und 53 qm im Obergeschoss
entsprechen diese Wohneinheiten nicht mehr den heutigen
Bedürfnissen
ihrer Bewohner. Zusätzlicher Wohnraum kann nur im Dachgeschoss
gewonnen
werden.
Gestaltungsmöglichkeiten für eine Anhebung des zu niedrigen
und für
eine Erweiterung ungeeigneten Dachstuhls (2,00 m Raumlichte am
höchsten
Punkt) sind durch enge Vorgaben des Stadtplanungsamtes
eingeschränkt.
Während der Ausführung war das Haus bewohnt. Innerhalb
weniger Tage
wurden der Treppenausschnitt gesägt, der alte Dachstuhl
abgebrochen,
die Aufstockung in Holzrahmenbauweise mit Einblasdämmung und
Holzverschalung, die Giebelwände in Porenbeton-Mauerwerk und das
neue
Pfettendach mit Pfannendeckung errichtet. In einem Bereich von 3,35 m
Breite ist eine Raumhöhe von mindestens 2,00 m und höher
entstanden. Im
Anschluss bewerkstelligten die Bewohner den Innenausbau ohne Zeitdruck
selbst.
Die Aufstockung ist gartenseitig durch den Materialwechsel deutlich
erkennbar. Die Traufkante auf der Straßenseite ist auf einer
Höhe mit
den Nachbarn durchgehend. Hier wurde die Fassade der Aufstockung wegen
der amtlichen Vorgaben zurückgesetzt. Für eine
Anleiterbarkeit im
Notfall wurde eine maximale Brüstungshöhe bei Beibehaltung
der
Dachneigung von 23° ausgeschöpft.
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