Die historischen Bodendielen wurden entfernt, um die Deckenschüttung auszutrocknen. Ein Wiedereinbau der Dielen war wegen zahlreicher Risse zum Großteil nicht möglich.































































































































































































































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Sanierung eines Herrenhauses aus 1719

Vorgeschichte:
Im Zuge einer Renovierung im Jahre 1998 wurde durch die damaligen Planer und ausführenden Firmen die Heizungszentrale im dafür ungeeigneten Dachraum eingerichtet. Diese an sich schon zweifelhafte Entscheidung wurde durch die mangelhafte und unzulängliche Ausführung der thermischen Hülle des Heizraumes verschärft.
Die Temperatur im kalten Dachstuhl fiel bei niedrigen Außentemperaturen unvermeidlich unter den Gefrierpunkt. Wasser führende Rohre platzten und verursachten einen kapitalen Wasserschaden. Diese Leckagen durchnässten das Gebäude bis zum Gewölbekeller: Außen- und Innenwände, Decken und Fachwerkbauteile, Gewölbeschüttungen.

In dieser Situation wurde das Büro STORCH + FEDERLE mit der Betreuung der fachgerechten Sanierung der entstandenen Schäden beauftragt.

Maßnahmen:
- Offenlegung und Austrockung der bedrohten Fachwerkwände, Lehmfüllungen, Bodendielen und Deckenschüttungen,
- Entfernen der versumpften Gewölbeschüttungen
- Austrocknen des durchnässten Bruchsteinmauerwerks durch Mikrowellentrockung
- Ersatz der wegen der Feuchtigkeit gerissenen Schlossdielen
- Rückbau und Wiedereinbau z.B. der Bäder
- Einrichtung der Heizungsanlage im Erdgeschoss
- regelmäßige Kontrollmessung der Holzfeuchte

Gefahren:
- Schimmelrasen,
- Holz schädigende Pilze in Fachwerk und Ausfachung,
- Salzausblühungen,
- Tragwerksversagen

Zusätzliche notwendige Maßnahmen:
- Korrektur des zu kleinen Kaminquerschnittes am "offenen, historischen Kamin",
- Korrektur der mangelhaften Dachstuhlsanierung aus 1998 (Teile des neuen Dachstuhls waren seinerzeit in verrottete Balkenköpfe eingebunden worden) sowie zahlreicher Schädem am historischen Fachwerk.

Dipl.-Ing. Matthias Voigt aus Leipzig - öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Pilz- und Insektenschäden an Bauholz und im Team der Sachverständigen der Anna-Amalien-Bibliothek Weimar - wurde hinzugezogen, um die Schwere der Fachwerkschäden einzuordnen. Während der Trocknungsphase begleitete er die Maßnahme mit großer Kompetenz und beurteilte, ob die eingeleiteten Schritte richtig, ausreichend oder durch weitergehende ergänzt werden müssen. In diesem Zusammenhang wurden auch die erkannten Schäden an Fachwerkschwellen und Balkenköpfen gemeinsam bewertet.


































































































































































































































































































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