Die Erdgeschoss-Wände stehen.
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Diffusionsoffener Holzrahmenbau

Die meisten unserer Häuser werden in dieser modernen Holzbauweise errichtet. Der „diffusionsoffene Holzrahmenbau“ ist eine Variante des allgemeinen Holzrahmenbaus. Sie wurde zu Beginn der 90-iger Jahre entwickelt und hatte ihre Ursprünge in der Bewegung des ökologischen Bauens. Die bekannteste Variante war das LBS-ÖkoHaus.

Grundgedanke war der Wunsch, die dampfbremsende Kunststoffbahn auf der Innenseite der Bauteile zu vermeiden. Das wesentliche Merkmal des Systems ist die im Gegensatz zum allgemeinen Holzrahmenbau innenliegende tragende Holzwerkstoffbeplankung. Sie wird dadurch zum multifunktionalen Bauteil und übernimmt die Funktionen · Aussteifung · Dampfbremse · Luftdichtung (Stöße und Ecken abgeklebt). Die Konstruktionsregeln gleichen ansonsten denen des allgemeinen Holzrahmenbaus. Der diffusionsoffene Holzrahmenbau ist gestalterisch ebenfalls ein völlig flexibles System. Unter Beibehaltung des Konstruktionsrasters sind alle Gebäudetypen realisierbar. Da meist eine zusätzliche Installationsebene verwendet wird, ist durch die erhöhten Dämmstoffdicken der Niedrigenergiehausstandard als systemimmanenter Standard anzusehen. Im System ist auch der Bau von Passivhäusern problemlos möglich.

Durch die innenliegende, tragende Beplankung sind Eigenleistungen bei der Außenwand erst ab der Installationsebene sinnvoll. Die Hülle der Gebäude ist dadurch jedoch spätestens nach einer Woche gedämmt, wind- und wasserdicht. Sie wird vom Profi qualitätsgesichert errichtet. Damit ist eine klare Definition der Schnittstelle zwischen Eigenleistung und Handwerk möglich, die Gefahr eines Werteverlustes durch Witterungseinflüsse ist ausgeschlossen und der weitere Ausbau kann unter komfortablen Randbedingungen erfolgen.

Das System wird zwischenzeitlich mehr als ein Jahrzehnt verwendet. Es hat sich als äußerst robust erwiesen. Durch die Vielzahl bereitstehender Informationen ist eine große Sicherheit in Planung und Ausführung realisierbar.

Der Wandaufbau im diffusionsoffenen Holzrahmenbau besteht aus

· Hölzern (Rahmen) gleicher Abmessungen, meist 60 x 160 mm,
· innenliegender, aussteifender Holzwerkstoffbeplankung, luftdicht verklebt
· unterschiedlichen Dämmstoffen, häufig eingeblasene Zellulosefaser
· innenliegender Installationsebene aus 40 x 60 mm oder 60 x 80 mm hochkant stehender, waagerecht oder senkrecht verlegter Lattung (optional)
· Innendämmung (optional)
· Innenbekleidung, vorzugsweise aus
Gipsfaserplatten
· außenliegend: diffusionsoffene Bekleidung, vorwiegend aus feuchtegeschützten Holzwerkstoffplatten
· Fassadenbekleidung, von hinterlüfteten Brettfassaden bis zu zugelassenen Wärmedämm-Verbundsystemen 



Das Achsraster der Wandstiele wird bei diesem System aus Gründen der Verminderung des Holzanteils in den Außenbauteilen variiert. Entsprechend der verwendeten Plattenmaße ergibt sich e = 625 oder 833 mm aus 1250 x 2500 mm bzw. e = 815 mm aus 1220 x 2440 mm oder e = 1000 mm aus 2500 x 5000 mm.

Als Decken haben sich Brettstapel- oder Dübelholzdecken als besonders geeignet erwiesen. Diese bestehen aus aneinandergereihten Holzbalken, die eine massive Holztafel bilden. Sie werden in der Regel oberseitig mit einem normalen Zement- oder Anhydrit-Estrich versehen. Mit dieser Bauweise lassen sich je nach Wahl der übrigen Schichten problemlos selbst Wohnungstrenndecken realisieren.



Der Dachaufbau ist in der Regel weitgehend mit dem Wandaufbau identisch.















































































































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